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Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage!
Ab sofort finden Sie an dieser Stelle meinen 'Blog: Kompaktwissen Männergesundheit'. Warum dieser Blog? In beiden Männergesundheitsberichten ist nachzulesen, dass Männer im Vergleich zu Frauen weniger über Gesundheitsthemen wissen. Hier möchte ich Abhilfe schaffen. Dies auch vor dem Hintergru...nd, dass erwerbstätige Männer zu 90 % vollzeitbeschäftigt sind und mehr Überstunden leisten als Frauen. Sie erhalten von mir oder anderen Gesundheitsexperten kurz und knackig  fachlich fundierte Beiträge, was Sie für Ihre Gesundheit tun können. Möglichst garniert mit Tipps, die man einfach und schnell umsetzen kann zusammen mit Empfehlungen, wo man weitergehende Informationen erhält.
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Ihr Johannes Vennen
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Online-Sucht

Väter aufgepasst. Eine hohe Computernutzung kann sich bei Ihren Kindern zur Sucht entwickeln. Die Computerspielabhängigkeit ist vor zwei Jahren von amerikanischen Psychiatern offiziell als sog. substanzunabhängige Suchterkrankung – ähnlich wie die Spielsucht – anerkannt worden. Von Abhängigkeit spricht man, wenn Onlinespielen zur dominierenden Tagesbeschäftigung wird und vor allem genutzt wird, um negative Emotionen zu beseitigen. Gefährdet sind vor allem Jungs mit einem geringen Selbstwertgefühl, die im realen Leben Außenseiter sind. Durch das Spielen entwickeln sie virtuelle Freundschaften und können sich zuweilen als Sieger erleben. Dass Jungs mehrheitlich von der Online-Sucht betroffen sind, hängt Experten zufolge mit dem männlichen Belohnungssystem im Gehirn zusammen, das beim Spielen getriggert wird.

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7 Wochen ohne

7 Wochen ohne lautet die jährliche Fastenaktion der evangelischen Kirche. Das diesjährige Motto ist ‚Du bist schön. Sieben Wochen ohne Runtermachen‘. Dabei geht es darum, sich selbst wohlwollender zu betrachten und sich nicht – so die Initiatoren - von der „ästhetischen Perfektion des bunten Warenkosmos“ unter Druck setzen zu lassen.

7 Wochen ohne Runtermachen – das wär ein tolles Motto auch für zahlreiche meiner Patientinnen und Patienten. Zwar sind tendenziell eher Frauen im Vergleich zu uns Männern unzufriedener mit ihrem Äußeren. Allerdings stelle ich fest, dass sich hier die Geschlechter angleichen. Emanzipation heißt manchmal auch, die Unarten vom anderen Geschlecht zu übernehmen. Gerade jüngere Patienten hängen das Thema körperliche Attraktivität mittlerweile genauso hoch wie meine Patientinnen. Schönheit ist dann nicht Kür, sondern Pflicht.

Genau deswegen begrüße ich die Fasten-Aktion. 7 Wochen nicht skeptisch in den Spiegel zu schauen. Sich selbst neu zu entdecken jenseits übertriebener Schönheitsideale. Zu sich sagen zu können ‚Du bist schön – körperlich wie seelisch‘. Das könnten doch ganz wunderbare Wochen werden – auch wenn Sie nicht an Gott oder die Kirche glauben.

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Gesünder durch mäßigen Alkoholkonsum?

Es gibt mittlerweile mehrere Studien, die eine gesundheitsförderliche Wirkung von mäßigem Alkoholkonsum nachgewiesen haben. Die Befunde werden nun in Frage gestellt. Britische Wissenschaftler haben diese Untersuchungen nochmals analysiert und statistische Unzulänglichkeiten festgestellt.  Zum einen sei in den Untersuchungen nicht überprüft worden, ob auch andere Effekte, z.B. eine gesunde Ernährung, den Unterschied zwischen mäßigen Konsumenten und Nicht-Trinkern erklärt. Zum anderen gehörten zur letzten Gruppe abstinente Alkoholiker, deren Gesundheitsstatus durch den früheren hohen Konsum evtl. beeinträchtigt ist. Insofern würde diese Gruppe den Durchschnittswert bei den Nichttrinkern ‚verhageln‘.

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Wenn der Partner depressiv ist

Über die männliche Depression hab ich ja schon geschrieben. Ganz allgemein ist von einer Depression auszugehen, wenn man sich länger als zwei Wochen dauerhaft niedergeschlagen erlebt, kaum noch Freude an Aktivitäten empfindet und leicht erschöpfbar ist. Als weitere Symptome können Schuldgefühle, ein beschädigtes Selbstvertrauen, Klagen über Konzentrationsstörungen, aber auch Appetitverlust und Schlafstörungen hinzukommen. Was kann ich nun als Partner tun, wenn ich die beschriebenen Veränderungen beim Betroffenen wahrnehme?

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Perfekte Eltern

Nach einer Forsa-Studie, die von der Zeitschrift 'Eltern' in Auftrag gegeben wurde, setzen sich viele Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zu sehr unter den Druck, immer alles richtig machen zu wollen. So könne schon die Anschaffung des Kinderwagens zu einem Spießrutenlauf werden. Bis zu 75 % der Befragten gaben an, häufig oder gelegentlich als Eltern nicht zu genügen. Bemerkenswerter Weise sahen das die Kinder anders: bis zu 92 % (!) halten ihre Eltern für die besten der Welt.

Gefragt nach den Gründen für ihren erzieherischen Perfektionismus gaben die Väter und Mütter die hohen Leistungsanforderungen in unserer Gesellschaft an, die sie auf ihre Elternrolle übertragen würden. Dieser selbst gemachte Erziehungsstress spielt auch regelmäßig in meinen Väter-Beratungen einer Rolle. Ich plädiere für eine größere Gelassenheit und auch Fehlertoleranz im Umgang mit den Kindern. Mein bestes Argument: die hohen elterlichen Ansprüche lösen beim Nachwuchs das Bedürfnis aus, diese Ansprüche zu bedienen. Überzeichnet formuliert: perfekte Eltern wollen perfekte Kinder. So zumindest erleben das oft die Kinder. Insofern wird also der Druck an die Söhne und Töchter weitergegeben. Ein entspannteres Vorgehen könnte also auch unsere Kinder anregen, gelassener mit sich und ihrem Leben umzugehen.

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Mediennutzung und Schlafstörungen

Intensive Mediennutzung insbesondere in den Abendstunden kann Schlafstörungen auslösen. Egal ob Tablet, Laptop, Smartphone oder E-Book - der Gebrauch dieser Medien vor dem Schlafengehen führt dazu, dass man später einschläft, die Traumphasen verkürzt werden und man sich morgens insgesamt matter fühlt. Verantwortlich dafür ist das so genannte blaue, kurzwellige Licht dieser Geräte, das die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu 55 % reduzieren würde. Das Licht wirke für den Körper wie ein Alarmsignal, welches die Müdigkeit unterdrücken würde (Quelle: SHZ 13.01.2015).

In meinen Praxen sind es oft junge Patienten, bei denen ich im Falle von Schlafstörungen eine intensive Mediennutzung - gerne Fernseher, Tablet und Smartphone parallel - in den Abendstunden feststelle. Ich empfehle dann, sämtliche Medien eineinhalb Stunden vor dem zu Bett gehen off(line) zu stellen.

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Freundschaft und Gesundheit

Das Titelthema in der ersten SPIEGEL-Ausgabe 2015 war ‚Beste Freunde. Das wichtigste Bündnis unseres Lebens‘. In dem Artikel geht es darum, inwieweit Freundschaften neben dem brüchig gewordenen Familienmodell eine tragfähige Säule bei Not, Krankheit oder Alter darstellen.

Aus meiner Erfahrung als Psychotherapeut weiß ich, dass das Thema Freundschaft bei vielen Männern wenig Beachtung findet. Aus der Lebenslaufforschung ist bekannt, dass Männer wichtige Dinge oder über Probleme nahezu ausschließlich mit ihren Ehefrauen reden. Frauen hingegen tauschen sich oft sogar lieber mit den besten Freundinnen aus. Zusätzlich erlebe ich bei meinen Geschlechtsgenossen, dass sie die Freundschaftspflege oft an ihre Partnerinnen delegieren. Um dann festzustellen, dass sie im Falle einer Trennung plötzlich allein da stehen. Das ist auch eines der Gründe, warum ich Männer als emotional abhängiger von ihren Partnerinnen erlebe als umgekehrt. In dem Blog ‚Tipps für Ihr Wohlbefinden‘ hab ich daher auch die Empfehlung gegeben, freundschaftliche Beziehungen auch unabhängig von der Partnerin zu pflegen.

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Pausenmanagement

Pausen machen will gelernt sein. Aber 60 % der Arbeitnehmer – so eine Studie vom Deutschen Gewerkschaftsbund - arbeitet mehr als vertraglich vereinbart und verzichtet sogar auf die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen (ab 6 Stunden Arbeitszeit eine 30 minütige Pause). Allerdings sind die gesetzlichen Pausen nach der Empfehlung von Arbeitswissenschaftlern nur als Minimum zu verstehen. Doch wie sieht deren Empfehlung zum Pausenmanagement aus? Ratsam wäre eine halbstündige Mittagspause, vor- und nachmittags jeweils zusätzlich eine Viertelstunde sowie stündlich eine 5 minütige Pause. Nun könnte manch Arbeitgeber argumentieren, wer so oft die Arbeit unterbricht, wird weniger leisten. Weit gefehlt: die Produktivität von Arbeitnehmern, die diese Pausenregelung einhalten, ist laut Studien nicht geringer als von jenen, die nur eine halbstündige Mittagspause machen.

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Sex und Leistungssport

Während der Fußball-WM haben einige Trainer ihren Fußballern Sex vor den Spielen verboten. Darüber wurde oft geschmunzelt. Aber wie ist die Befundlage zum Thema Sex und Leistungssport? Tatsächlich gibt es Studien, die nahelegen, dass man etwa 48 Stunden vor einem Wettbewerb auf Sex verzichten sollte. Ansonsten leiden Konzentration, Aggressivität und Sprintschnelligkeit – bei Fußballern zudem die Zweikampfstärke, wenn der Intimverkehr vier Stunden vor dem Spiel stattfand. Dieser Zusammenhang konnte neben Fußball bei Kampfsportdisziplinen, Sprint und Kugelstoßen nachgewiesen werden. Es gibt aber auch Ausnahmen von der Regel: positiv wirkt sich sexuelle Aktivität vor dem Wettkampf bei Konzentrationssportarten wie Bogen- oder Pistolenschießen aus.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit

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Übergang in den Ruhestand VI

Heute kommt der letzte Teil vom 'Übergang in den Ruhestand' von Volker Karl Lindenberg

Geschenkte Zeit
Plötzlich fährt es dir in die Knochen: Ich werde alt und ich werde sterben! Viele Männer berichten von solcher ganzheitlich erfahrenen Gewissheit: Ich bin sterblich! Meist bricht diese Erkenntnis plötzlich und unerwartet ins Bewusstsein, ausgelöst vielleicht durch einen körperlichen Schmerz, einen altbekannten oder einen, der sich das erste Mal meldet. Natürlich wissen wir alle um die Endlichkeit des Lebens, auch unseres Lebens. Es aber urplötzlich in Körper, Geist und Seele als eine unumstößliche Wahrheit zu erfahren, verändert den Blick auf unser Leben oder lädt doch zumindest dazu ein.

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Neueste Kommentare in diesem Beitrag
Johannes Vennen
Lieber Volker Karl! Für Deinen gehaltvollen Beitrag zum Blog Kompaktwissen Männergesundheit möchte ich mich bedanken. Es ging zwar... Weiterlesen
Freitag, 28. November 2014 07:02
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Der gestresste Mann

Gestern ist auf der FAZ-Internetseite ein sehr gut recherchierter Artikel zum Thema Mann und (Arbeits-)Stress erschienen. Den Link zu dem Bericht finden Sie hier.

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Mythen in der Medizin II

Heute folgt Teil II zu den medizinischen Märchen.

11. Kinder, die Kinderkrankheiten wie Masern durchmachen, haben ein besser geschultes Immunsystem.
Ein gern gehörtes Argument von ‚Impfmuffel‘. Belegen aber lässt sich ein solcher Zusammenhang nicht. Unser Immunsystem kann nicht unterscheiden zwischen einem ‚natürlichen‘ Masernvirus oder ein abgeschwächtes Impfvirus. In beiden Fällen baut er eine Abwehr gegen zukünftige Infektionen auf. Zu unterschätzen ist bei Masern erkrankten Kindern aber nicht die Gefahr einer Lungen- oder Gehirnentzündung (Enzephalitis).
12. Krebsfrüherkennung rettet viele Leben.
Ein heikler Punkt, der aktuell in der Brustkrebs-Früherkennung diskutiert wird. Selbstverständlich gilt das Prinzip, dass ein Krebs umso besser behandelt werden kann, je früher er erkannt wird. Einerseits erkennt die Mammographie zwar einige Tumore. Doch oft ist nicht sicher, ob die Geschwülste gut- oder bösartig sind. Es kommt häufig zu Fehlalarmen (sog. falsch-positiven Befunden), die nicht nur Stress auslösen, sondern sogar schaden können, zum Beispiel im Falle von Biopsien oder wenn sinnlose Operationen durchgeführt werden. Zusätzlich wird der Körper durch die Röntgenstrahlung bei der Mammographie belastet.
13. Rotz in der Nase darf man nicht hochziehen.
Jetzt wird's ein wenig eklig. Durch das Hochziehen wird ein Unterdruck in der Nase erzeugt, der auch den Schleim aus den Nasen Nebenhöhlen befreit. Den darf man dann getrost herunter schlucken: unser Magen wird damit schon fertig.

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Übergang in den Ruhestand V

Heute kommt der fünfte Teil zum Thema Übergang in den Ruhestand

Die Kunst der Selbstfürsorge "…weil ich es mir wert bin!", lautet ein aktueller Werbespruch für Haarspray. Diese Botschaft prallt an uns Männern locker ab, weil es sich zum einen um ein Produkt für Frauen handelt und zum anderen brauchen die meisten für die wenigen uns verbliebenen Haare kein Styling mehr. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum uns der Spruch so dämlich vorkommen mag: Sich selbst einen Wert zuzuerkennen, ein gesundes Selbstwertgefühl ohne Bezug zu Arbeit, Familie, Freunde etc. zu entwickeln, damit tun sich die meisten Männer schwer.

In der nachberuflichen Lebensphase ist viel Zeit und Raum sich etwas "zu gönnen", sich unabhängig von anderen etwas Gutes zu tun: schon am Vormittag ein Buch lesen, einen langen Sparziergang unternehmen, den lange aufgeschobenen Besuch eines Museums nachholen, Sport treiben, die Ernährung auf Bio umstellen, einfach nur mit einer Tasse Kaffee in der Hand im Garten sitzen, dem Regen zuschauen. Die ganz hohe Schule ist es dann, sich Momente zu gönnen, indem wir einfach nur da sind, ganz im Hier und Jetzt, wach und gelassen (dazu mehr in nächsten Blog).

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Mythen in der Medizin I

In der vorletzten ZEIT-Ausgabe wurden die 20 wichtigsten Medizin-Mythen vorgestellt. Die möchte ich Ihnen natürlich auch nicht vorenthalten. Heute beginne ich mit den ersten zehn Märchen. 1. Hände nach jedem Toilettengang desinfizieren. Ist nicht nötig, weil mit der Desinfektion nicht nur die gefährlichen sondern auch die nützlichen, die Haut schützenden Bakterien abgetötet werden. Außerdem trocknet die Haut zusätzlich aus. Es reicht vollkommen, die Hände mit handelsüblicher Seife zu waschen. 2. Der keimbelastetste Ort ist die Toilette. Frühstücken sollten sie gewiss nicht auf der Toilette. Aber die Keimbelastung auf der durchschnittlichen Klobrille ist deutlich geringer als die in der Küchenspüle oder auf der Computertastatur. Auch wenn es kaum zu glauben ist: man kann sich ganz beruhigt auf fremde Klobrillen setzen. 3. Man muss mindestens 3 l Wasser am Tag trinken. Muss man nicht, denn der Körper meldet sich schon, wenn er etwas Flüssiges benötigt, indem er Durst entwickelt. Nur alte Menschen sollten zum Trinken animiert werden, weil ihre Durstempfinden im Alter nachlässt. Diesem Punkt möchte ich widersprechen. Ich würde jedem empfehlen, mithilfe von Trinkritualen 1,5 bis 2 l Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn dann habe im Alter ich ein solches Ritual schon ‚drauf‘. 4. Testosteron macht Männer aggressiv. Stimmt so nicht. Darauf gehe ich an dieser Stelle nicht ein, weil schon im Testosteron-Blog beschrieben. 5. Lesen bei schwachem Licht schadet den Augen. Stimmt so auch nicht. Das Lesen bei schwachem Licht wird nur anstrengender.

6. Cholesterin ist böse. Cholesterin wird vom Körper selbst hergestellt. Wir brauchen das Hormon beispielsweise für den Zellaufbau. Wir müssen zwischen dem HDL- und LDL-Cholesterin unterscheiden. Nur zu viel LDL erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings ist dieser Zusammenhang deutlich schwächer als bisher gedacht. So hat z.B. eine familiäre Vorbelastung einen deutlich stärkeren Einfluss auf das Herzinfarktrisiko. 7. Der Körper muss regelmäßig entschlackt werden. Eine Mär, die gerne in Fasten-Ratgebern und Frauenjournalen wiederholt wird. So etwas wie ‚Schlacken‘ setzen sich nicht im Körper fest. Für eine ausreichende Entgiftung sorgen schon Leber und Niere. Fasten hilft mehr der Seele und auch dem Körper, wenn wir weniger wiegen. 8. Ein Kind sollte möglichst lange gestillt werden. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 4-6 Monate volles Stillen. Längeres Stillen soll angeblich Allergien vorbeugen. Es gibt jedoch erste Studien, die das genaue Gegenteil nahe legen. Wird ein Kind länger als vier Monate mit Muttermilch ausschließlich ernährt, kommt der Magen-Darm-Trakt nicht mit fremden Stoffen in Berührung, so dass das Immunsystem nicht lernt, mit diesen umzugehen. Die Befundlage zum längeren Stillen ist aber noch unklar. 9. Vor dem Sport sollte man sich dehnen. Aufwärmen ja, dehnen nein. So könnte man die Befunde in der Sportwissenschaft zusammenfassen. Dehn-Übungen reduzieren die Spannungen in Muskeln und damit seine Leistungsfähigkeit. 10. Nächtliche Mahlzeiten machen besonders dick. Auch hier gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege. Einer schwedischen Studie zufolge essen übergewichtige Frauen öfter abends und in der Nacht. Allerdings stellt sich hier die Frage der Kausalität: sind die Frauen adipös, weil sie abends essen? Oder essen sie abends, weil sie adipös sind? Das können diese wie auch andere Studien nicht belegen.

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Männer in der Lebensmitte I

Jetzt haben wir schon viel über den Übergang in den Ruhestand erfahren. Vor dem Ruhestand liegt ja die Lebensmitte. Was sich hier bei den Männern tut, darüber berichte ich in loser Reihenfolge.

Bei dem Thema Lebensmitte denkt man sofort an die Midlife-Krise von Männern. Tatsächlich ist in der Fachliteratur durchaus umstritten, ob Männer ab 40 häufiger von Krisen betroffen sind. Meine Erfahrung als Psychotherapeut: Männer entwickeln in allen Lebensphasen Krisen – nicht nur in der Lebensmitte. Wer aber seine bisherigen Lebensübergänge (z.B. Geburt der Kinder, Berufseintritt) gemeistert hat, wird wohl auch mit dem Übergang zur zweiten Halbzeit gut klar kommen.

Umgekehrt gibt es sogar Hinweise, dass die Lebenszufriedenheit ab Mitte 40 zunimmt. Dabei nimmt man an, dass wir mit dem Alter unsere Fähigkeit verbessern, mit Stress umzugehen, also belastende Gefühle zu regulieren. Zudem gelingt es uns ab der Lebensmitte leichter, uns an erfreuliche Ereignisse zu erinnern und unser Gedächtnis weniger mit Unerquicklichem zu belasten. Dieser Effekt wird auch als Positivitätseffekt bezeichnet. Hilfreich ist dabei sicherlich auch, dass wir ab etwa 40 Jahren über einen reicheren ‚Lebensschatz‘ verfügen: wir wissen, wer wir sind und was wir leisten, was wir erwarten dürfen und auch getrost ignorieren können.

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Gesundes Surfen I

Gesundes Surfen I

Das Internet kann zu Ihrer Gesundheit beitragen. Es gibt mittlerweile viele Seiten mit fachlich fundierten Informationen. Sie erhalten jetzt und zukünftig Link-Empfehlungen mit Seiten, die für Sie und Ihre Gesundheit interessant sein könnten.

Heute fange ich an mit: www.versorgungsleitlinien.de. Diese Seite ist von der Bundesärztekammer und von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung herausgegeben. Hier erhalten Ärzte zahlreiche Information und Entscheidungshilfen, wie Volkskrankheiten (Diabetes, Depressionen, Asthma, Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankung und Kreuzschmerz) entsprechend des aktuellen Stands der klinischen Forschung - also leitliniengerecht - zu behandeln sind. Der Clou für Sie ist, dass es PDF-Broschüren und -Publikationen für Patienten zum Herunterladen gibt. Dort können Sie nachlesen, was Sie zur Linderung Ihrer Beschwerden unabhängig vom Arzt tun können. Und Sie können sich informieren, wie eine leitliniengerechte Therapie aussieht.

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Übergang in den Ruhestand IV

Heute Teil IV von Volker Karl Lindenbergs Beitrag 'Übergang in den Ruhestand'

Ein Netz von Kontakten knüpfen

Das halbwegs private Gespräch mit den Kollegen in der Kaffeepause, der Smalltalk auf dem Flur, der kurze Klönschnack mit den Kunden, all das ist auf einmal vorbei. Aber miteinander reden, in Kontakt zu anderen Menschen zu treten, ist eines unserer Grundbedürfnisse. Nur ergeben sich im Ruhestand die Gelegenheiten dazu nicht mehr automatisch. Wir müssen uns jetzt aktiv um unsere Beziehungen zu Freunden und Bekannten kümmern. Feste Verabredungen und spontane Treffen ergeben sich nicht von allein.

Wer keinen großen Freundes- und Bekanntenkreis hat (was wohl für die meisten Männer gilt), kann Anschluss an Gruppen suchen. Sehr hilfreich ist es, sich eine Gruppe, einen Freundeskreis zu suchen, in dem Mann sich in dieser Übergangphase gegenseitig begleitet.

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Ergänzungen zum Königshormon

Heute noch zwei Ergänzungen zum letzten Beitrag, wie Sie Ihr Königshormon pushen können: Führen Sie ein sexuell aktives Leben! Sexuell rege Männer haben einen doppelt so hohen Testosteronspiegel wie weniger aktive Kerle. Das gilt selbst für 70jährige. Die hormonelle Wirkung von regelmäßigem Sex lässt sich am besten mit dem Prinzip 'Use it or loose it' beschreiben. Selbst Ihre Partnerin profitiert davon: Sex unterstützt die Östrogenbildung und hält Ihre Frau fit und schön.

Über die Wirkung von Sport auf Ihre Gesundheit hab ich an anderer Stelle schon geschrieben. Kurze Ausdauereinheiten und Kraftsport erhalten aber nicht nur Ihre Gesundheit, sondern fördert auch die Testosteronproduktion.

Quelle: Frank Sommer 'Warum Frauen Pornos mögen und Männer einen G-Punkt haben".

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Wissenswertes über's Testosteron

Über unser Männerhormon werden Sie sicherlich schon einiges wissen. Im heutigen Blog werden Sie weniger Bekanntes erfahren. Bekannt sein dürfte, dass uns das Testosteron rein biologisch zum Manne macht. Penis, Hoden, Körperbehaarung, Bart, unsere im Vergleich zu Frauen größere Muskelmasse wären ohne dieses Hormon nicht denkbar. Ein hoher Testosteronspiegel erhöht zudem die Produktion von roten Blutkörperchen und befördert die Lust (Libido). Aber auch Ausdauer, Antrieb und Lebenslust ganz allgemein.

Ein hoher Testosteronwert steigert überdies dominante und aggressive Verhaltensweisen - zumindest bei Tieren. Studien zufolge gibt es bei Menschen nur einen schwach positiven Zusammenhang zwischen Testosteron und Aggressivität. Stärker ist der Zusammenhang, wenn ein hoher Testosteronspiegel gepaart ist mit einem niedrigen Cortisol-Spiegel, einem sog. Stresshormon.

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Übergang in den Ruhestand III

Heute folgt Teil III zu Übergang in den Ruhestand von Volker Karl Lindenberg

Erst die Arbeit und dann?

"Das lass ich mal auf mich zukommen", ist wohl der Satz, der im Zusammenhang mit dem Übergang in den Ruhstand am häufigsten fällt. Nur dumm, wenn da nichts kommt - was meistens der Fall ist. Ohne aktive Suche und immer wieder ausprobieren, passiert in der Regel gar nichts. Bei der Suche nach einer sinnvollen Betätigung können ganz verschiedene Wege beschritten werden:

- anknüpfend an den bisherigen Job, die Kompetenzen an anderer Stelle einbringen, z. B. bei der Volkshochschule;
- einen ganz neuen Aufgabenbereich suchen, statt als Handwerker wie bisher ehrenamtlicher Wanderführer werden;
- sich noch einmal fordern und etwas Neues lernen, sich selbst einen kleinen Forschungsauftrag geben;
- sich für soziale und/oder ökologische Belange engagieren, bei einer etablierten Organisation oder als eigenes Projekt;
- einen Verein managen, das Hobby ausbauen und so weiter.

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