Kraftquellen

In der Therapie geht es oft darum, den Patienten an seine Kraftquellen heranzuführen, die er für seine Probleme nutzen kann. Therapien sind erfolgreicher, wenn sie ressourcenorientiert sind. Mit Ressourcen sind eben jene Kraftquellen gemeint - was schon die französische Wurzel des Wortes nahelegt: ‚source‘ bedeutet Quelle.

Jeder Mensch ist einzigartig, insofern stellt auch für jeden Menschen Unterschiedliches eine Kraftquelle dar. Hinzukommt dass auch jede Herausforderung oder Situation verschiedene Ressourcen benötigt. Das können zum Beispiel Freunde, Partner, die Eltern oder wichtige Menschen in der Umgebung sein. Soziale Ressourcen können aber auch Vereine oder Gruppen, denen man angehört, sein. Zu den materiellen Kraftquellen, die das Leben leichter machen, würde ich das Haus oder die Wohnung, Geld oder das Auto zählen.

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Stress durch ständige Erreichbarkeit

Dass ständige Erreichbarkeit mit dem Smartphone auch nach Feierabend der Gesundheit schadet, ist mittlerweile sattsam bekannt. Aber gilt dies auch für Personen, die es gründsätzlich positiv finden, abends in dringenden Fällen erreichbar zu sein? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Kasseler Universität nachgegangen. Sie untersuchten 138 Beschäftigte, die in unterschiedlichen Unternehmen überwiegend 'geistig' beschäftigt waren (sog. Wissensarbeiter). Die Teilnehmer sollten eine Woche lang in einem Tagebuch protokollieren, inwieweit sie außerhalb der Arbeit das Internet oder Mobilfunk für berufliche Zwecke nutzten. Nur 10 % der Befragten unterbrachen nie ihren Feierabend. Der Rest opferte durchschnittlich 46 Minuten für die Beantwortung beruflicher Fragen via E-Mail oder Telefon.

Auch die Beschäftigten, die ihre Erreichbarkeit positiv bewerteten, beklagten am nächsten Morgen eine schlechtere Stimmung, weniger Vitalität und eine tendenziell schlechtere Schlafqualität. Die Autoren der Studie plädieren für technische Lösungen, z.B. Smartphone-Filter, um die Belastungen durch berufliche Nachrichten zu verringern. Quelle: Report Psychologie 2/2015.

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Online-Sucht

Väter aufgepasst. Eine hohe Computernutzung kann sich bei Ihren Kindern zur Sucht entwickeln. Die Computerspielabhängigkeit ist vor zwei Jahren von amerikanischen Psychiatern offiziell als sog. substanzunabhängige Suchterkrankung – ähnlich wie die Spielsucht – anerkannt worden. Von Abhängigkeit spricht man, wenn Onlinespielen zur dominierenden Tagesbeschäftigung wird und vor allem genutzt wird, um negative Emotionen zu beseitigen. Gefährdet sind vor allem Jungs mit einem geringen Selbstwertgefühl, die im realen Leben Außenseiter sind. Durch das Spielen entwickeln sie virtuelle Freundschaften und können sich zuweilen als Sieger erleben. Dass Jungs mehrheitlich von der Online-Sucht betroffen sind, hängt Experten zufolge mit dem männlichen Belohnungssystem im Gehirn zusammen, das beim Spielen getriggert wird.

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Wenn der Partner depressiv ist

Über die männliche Depression hab ich ja schon geschrieben. Ganz allgemein ist von einer Depression auszugehen, wenn man sich länger als zwei Wochen dauerhaft niedergeschlagen erlebt, kaum noch Freude an Aktivitäten empfindet und leicht erschöpfbar ist. Als weitere Symptome können Schuldgefühle, ein beschädigtes Selbstvertrauen, Klagen über Konzentrationsstörungen, aber auch Appetitverlust und Schlafstörungen hinzukommen. Was kann ich nun als Partner tun, wenn ich die beschriebenen Veränderungen beim Betroffenen wahrnehme?

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Perfekte Eltern

Nach einer Forsa-Studie, die von der Zeitschrift 'Eltern' in Auftrag gegeben wurde, setzen sich viele Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zu sehr unter den Druck, immer alles richtig machen zu wollen. So könne schon die Anschaffung des Kinderwagens zu einem Spießrutenlauf werden. Bis zu 75 % der Befragten gaben an, häufig oder gelegentlich als Eltern nicht zu genügen. Bemerkenswerter Weise sahen das die Kinder anders: bis zu 92 % (!) halten ihre Eltern für die besten der Welt.

Gefragt nach den Gründen für ihren erzieherischen Perfektionismus gaben die Väter und Mütter die hohen Leistungsanforderungen in unserer Gesellschaft an, die sie auf ihre Elternrolle übertragen würden. Dieser selbst gemachte Erziehungsstress spielt auch regelmäßig in meinen Väter-Beratungen einer Rolle. Ich plädiere für eine größere Gelassenheit und auch Fehlertoleranz im Umgang mit den Kindern. Mein bestes Argument: die hohen elterlichen Ansprüche lösen beim Nachwuchs das Bedürfnis aus, diese Ansprüche zu bedienen. Überzeichnet formuliert: perfekte Eltern wollen perfekte Kinder. So zumindest erleben das oft die Kinder. Insofern wird also der Druck an die Söhne und Töchter weitergegeben. Ein entspannteres Vorgehen könnte also auch unsere Kinder anregen, gelassener mit sich und ihrem Leben umzugehen.

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Mediennutzung und Schlafstörungen

Intensive Mediennutzung insbesondere in den Abendstunden kann Schlafstörungen auslösen. Egal ob Tablet, Laptop, Smartphone oder E-Book - der Gebrauch dieser Medien vor dem Schlafengehen führt dazu, dass man später einschläft, die Traumphasen verkürzt werden und man sich morgens insgesamt matter fühlt. Verantwortlich dafür ist das so genannte blaue, kurzwellige Licht dieser Geräte, das die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu 55 % reduzieren würde. Das Licht wirke für den Körper wie ein Alarmsignal, welches die Müdigkeit unterdrücken würde (Quelle: SHZ 13.01.2015).

In meinen Praxen sind es oft junge Patienten, bei denen ich im Falle von Schlafstörungen eine intensive Mediennutzung - gerne Fernseher, Tablet und Smartphone parallel - in den Abendstunden feststelle. Ich empfehle dann, sämtliche Medien eineinhalb Stunden vor dem zu Bett gehen off(line) zu stellen.

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Freundschaft und Gesundheit

Das Titelthema in der ersten SPIEGEL-Ausgabe 2015 war ‚Beste Freunde. Das wichtigste Bündnis unseres Lebens‘. In dem Artikel geht es darum, inwieweit Freundschaften neben dem brüchig gewordenen Familienmodell eine tragfähige Säule bei Not, Krankheit oder Alter darstellen.

Aus meiner Erfahrung als Psychotherapeut weiß ich, dass das Thema Freundschaft bei vielen Männern wenig Beachtung findet. Aus der Lebenslaufforschung ist bekannt, dass Männer wichtige Dinge oder über Probleme nahezu ausschließlich mit ihren Ehefrauen reden. Frauen hingegen tauschen sich oft sogar lieber mit den besten Freundinnen aus. Zusätzlich erlebe ich bei meinen Geschlechtsgenossen, dass sie die Freundschaftspflege oft an ihre Partnerinnen delegieren. Um dann festzustellen, dass sie im Falle einer Trennung plötzlich allein da stehen. Das ist auch eines der Gründe, warum ich Männer als emotional abhängiger von ihren Partnerinnen erlebe als umgekehrt. In dem Blog ‚Tipps für Ihr Wohlbefinden‘ hab ich daher auch die Empfehlung gegeben, freundschaftliche Beziehungen auch unabhängig von der Partnerin zu pflegen.

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Männer in der Lebensmitte I

Jetzt haben wir schon viel über den Übergang in den Ruhestand erfahren. Vor dem Ruhestand liegt ja die Lebensmitte. Was sich hier bei den Männern tut, darüber berichte ich in loser Reihenfolge.

Bei dem Thema Lebensmitte denkt man sofort an die Midlife-Krise von Männern. Tatsächlich ist in der Fachliteratur durchaus umstritten, ob Männer ab 40 häufiger von Krisen betroffen sind. Meine Erfahrung als Psychotherapeut: Männer entwickeln in allen Lebensphasen Krisen – nicht nur in der Lebensmitte. Wer aber seine bisherigen Lebensübergänge (z.B. Geburt der Kinder, Berufseintritt) gemeistert hat, wird wohl auch mit dem Übergang zur zweiten Halbzeit gut klar kommen.

Umgekehrt gibt es sogar Hinweise, dass die Lebenszufriedenheit ab Mitte 40 zunimmt. Dabei nimmt man an, dass wir mit dem Alter unsere Fähigkeit verbessern, mit Stress umzugehen, also belastende Gefühle zu regulieren. Zudem gelingt es uns ab der Lebensmitte leichter, uns an erfreuliche Ereignisse zu erinnern und unser Gedächtnis weniger mit Unerquicklichem zu belasten. Dieser Effekt wird auch als Positivitätseffekt bezeichnet. Hilfreich ist dabei sicherlich auch, dass wir ab etwa 40 Jahren über einen reicheren ‚Lebensschatz‘ verfügen: wir wissen, wer wir sind und was wir leisten, was wir erwarten dürfen und auch getrost ignorieren können.

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Männer, die von sexueller Gewalt betroffen sind

Über die Kieler Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt informiert der Diplom-Sozialpädagoge Florian Krampen

Auch Männer sind häufig von sexueller Gewalt betroffen. Unterschiedliche Studien ergeben, dass zwischen 5 und 10 % aller Männer im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von sexueller Gewalt betroffen sind, am häufigsten von sexuellem Missbrauch in der Kindheit. Bis heute ist die Betroffenheit von Männern extrem tabuisiert. Die Erfahrung, Opfer von Gewalt zu sein, widerspricht den gesellschaftlichen Rollenerwartungen an einen Mann. Sowohl die Betroffenen als auch deren Umfeld haben es kaum gelernt, darüber zu sprechen und die Täter und Täterinnen bleiben unbehelligt. Gleichzeitig fördert das Schweigen über die sexuellen Übergriffe die gesellschaftliche Abspaltung des Themas, was auch zur Folge hat, dass es nur sehr wenige spezialisierte Beratungsangebote für betroffene Männer gibt.

Seit Juli 2012 besteht in Kiel die Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt. Das landesweite Angebot richtet sich an betroffene Männer ab 16 Jahren, deren Angehörige und an professionelle Unterstützer/innen. Die meisten Klienten wurden als Kind sexuell missbraucht und bekommen in der Beratungsstelle häufig erst nach Jahrzehnten erstmals die Gelegenheit, um im geschützten und vertraulichen Rahmen darüber zu sprechen, was vielfach bereits zur erheblichen Entlastung führt. Weiterführender sind jedoch die angestoßenen neuen Verarbeitungswege, um konstruktive Lösungen und einen veränderten Umgang mit Traumafolgen wie Depressionen, Selbstzweifeln, Angst, Suchtverhalten oder Arbeitslosigkeit zu finden. Dazu bietet die Beratungsstelle eine geschlechtsspezifische psychologische Beratung und unterstützt bei der Suche nach geeigneten Therapieplätzen.

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Männlichkeiten und Sucht

Über das Thema bloggt heute Axel Stühlmeyer, Suchtberater in der Kieler Beratungs- und Behandlungsstelle der Evangelischen Stadtmission (Wallstr. 38)

Die Grundprinzipien männlicher Sozialisation sind nach Böhnisch und Winter (1993) weiterhin durch Rationalität, Kontrolle, Körperferne, Stummheit, Gewalt und Externalisierung bestimmt. Die traditionelle männliche Rolle erwartet von einem Mann, dass er sich über seine Leistung definiert; feminine Eigenschaften vermeidet, Abenteuer und Risiken sucht und Schwächen verbirgt (Brannon 1976, Courtenay 2000). Die Auswirkungen der traditionellen Männerrolle in der gegenwärtigen Gesellschaft werden von O`Neil (1932) exemplarisch in folgenden sechs Zwängen der Männerrolle zusammengefasst:

1) das eingeschränkte Gefühlsleben
2) Die Homophobie als eine Angst vor Nähe zu anderen Männern
3) Kontroll-, Macht- und Wettbewerbszwänge
4) Ein gehemmtes sexuelles und affektives Verhalten
5) Die Sucht nach Leistungen und Erfolg
6) Der unsorgsame Umgang mit der eigenen Gesundheit

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Neueste Kommentare in diesem Beitrag
andreas kölln
Ich finde diese Beschreibung grundsätzlich nicht zuletzt auch durch eigene Erfahrung als absolut zuztreffend! Andreas
Sonntag, 06. Juli 2014 22:27
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Männer, die Täter? Frauen, die Opfer?

Heute ein Beitrag von Dr. Peter Döge, der als promovierter Politikwissenschaftler seit Jahren in der Politikberatung und - forschung tätig ist. Dabei hat er sich auch eingehend mit Männern sowie Männlichkeiten beschäftigt und auch zahlreiche Männerseminare durchgeführt.

Was sagt die Männer-Gewaltforschung?

Im März diesen Jahres veröffentlichte die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte eine Studie zur Gewaltbetroffenheit von Frauen – und die Geschlechterwelt schien auch wieder in Ordnung zu sein: denn – wie die Studie zeigt – hat jede dritte Frau jenseits des 15. Lebensjahrs in Europa körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Aber was ist mit den Männern? Alle nur Täter und nur Frauen Opfer? Ganz so einfach ist es aber nicht, denn hätte die Agentur – wie es zu Zeiten von Gender-Mainstreaming eigentlich selbstverständlich sein sollte - auch Männer mit in die Studie einbezogen, hätte sich ein viel differenzierteres Bild von Gewalthandeln und Gewaltbetroffenheit gezeigt. Es wäre deutlich geworden, dass – wie zahlreichen Studien der Männergewaltforschung zeigen – auch Männer zu einem nicht unerheblichen Maße Opfer von Gewalthandlungen sind und dass sehr wohl auch Frauen Gewalt ausüben.

Was aber ist eigentlich Gewalt? In der Regel verstehen wir unter Gewalt Handlungen, die sich gegen die körperliche Unversehrtheit eines oder einer anderen richten: also Schläge, wobei körperliche Gewalt umso intensiver und folgenschwerer erscheint, je stärker die Schläge sind. Wird – wie in der feministisch ausgerichteten Gewaltforschung üblich – dieser Gewaltbegriff zugrunde gelegt, sind im Bereich der häuslichen Paargewalt tatsächlich fast ausschließlich Männer die Täter: 75% der schweren physischen Gewalthandlungen werden von ihnen ausgeübt. Werden aber auch leichtere körperliche Gewaltakte berücksichtigt (z.B das Werfen mit Gegenständen oder das Schlagen mit der flachen Hand), stellt sich – wie zahlreiche Studien der sog. „Family Violence“- Forschung insbesondere im anglo-amerikanischen Raum gezeigt haben - schon fast eine Gleichheit der Geschlechter im Hinblick auf das Gewalthandeln ein: „Ohrfeigen“ beispielsweise werden zu gleichen Teilen von Frauen und Männern verteilt.

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Väter im Kreißsaal

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Report Psychologie ist ein Interview mit Prof. Dr. Kirsten von Sydow nachzulesen, die im Rahmen einer Hamburger Elternschaftsstudie ausgewertet hat, was werdende Väter bewegt, wenn sie ihre Frauen bei der Geburt im Kreißsaal beigestanden haben. Mittlerweile unterstützen über 80 % der Väter ihre Frauen bei der Geburt. Dies allerdings – so die Professorin - nicht immer ganz freiwillig, da mittlerweile der soziale Druck bei der Geburt mit dabei zu sein, enorm hoch sei. So berichteten die befragten Männer, dass sie insbesondere von ihren Ehefrauen und Hebammen eine entsprechende Erwartung wahrnehmen würden. Gemischt war dann auch vor und bei der Geburt bei vielen Männern die Gefühlslage. Auszuhalten dass die Frau über Stunden schwere Schmerzen habe und bei Geburtskomplikationen von ihnen 'nicht gerettet werden' könne, sei für viele Männer außerordentlich schwierig. Reduzieren ließe sich der Stress durch eine geschlechtergetrennte Vorbereitung. So gebe es in Hamburg eine Klinik, wo ein männlicher Frauenarzt die zukünftigen Väter auf die Geburt vorbereiten würde. Hier zeige sich, dass es für die meisten Männer leichter sein, einem männlichen Experten Fragen zu stellen.

Allerdings bleibt auch dann die Geburt eine blutige Angelegenheit und nicht jeder Mann kann gut Blut sehen. Sydow plädiert in dem Interview dafür, dass sich Männer, die in der Vorgeschichte mit Gewalt, Krankheit und Unfällen belastet sind, eher gegen ein Dabeisein entscheiden sollten.

Ich finde, dass auch ohne belastende Vorgeschichte jeder Mann das Recht hat, nicht bei der Geburt präsent zu sein. Echte Kerle stehen ihren Mann? Na klar – dann stehen sie eben dazu, wenn sie irgendwo - z.B. im Kreißsaal - ihren Mann nicht stehen wollen.

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Der Mann, sein Chef und die "TOP 3"

Heute ein Artikel vom Bremer Facharzt für Arbeitsmedizin Dr. med Peter Kölln, der Firmen im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement für Männer berät. (Weitere Infos unter www.maenner-im-betrieb.de )

Männer und ihre Chefs haben eine besondere Beziehung. Die hatte ich auch immer. Heute erzähle ich mal ein wenig von mir. Bis zu meiner Selbstständigkeit durfte ich vier Chefs kennen lernen. Der erste war hart aber fair und wie ein Vater für die Abteilung. Der zweite war lasch und ohne Rückgrat. Der dritte hatte Rückgrat und auch Führungskompetenz. Der vierte fühlte sich nicht als Chef und teilte dies mir bereits an meinem dritten Arbeitstag mit. Von daher kann ich da ein wenig mitreden. Selbst war ich noch nie Chef, habe aber Erfahrung in der Patientenführung sammeln können. Diese vergleiche ich gerne miteinander, da sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als man denkt.

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Die männliche Depression

Depressionen gelten mittlerweile als ‚Volkskrankheit‘. Im Jahr 2020 erreichen Depressionen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation den zweiten Platz in der Liste der Krankheiten – gemessen an der Anzahl der beeinträchtigten Lebensjahre. Viele Studien legen den Schluss nahe, dass Frauen ein zwei- bis dreimal so hohes Risiko haben, einmal im Leben depressiv zu werden. Diese Befunde werden im 2010 erschienenen Männergesundheitsbericht kritisch hinterfragt: so sind die Depressionsraten in jüdisch-orthodoxen Gemeinden gleich hoch, weil hier typische männliche Stressbewältigungsstrategien - der Alkoholkonsum - tabuisiert sind. Vergleichbares gilt für streng egalitär organisierten Gesellschaften wie bei den Amish People in den USA.

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