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Freundschaft und Gesundheit

Das Titelthema in der ersten SPIEGEL-Ausgabe 2015 war ‚Beste Freunde. Das wichtigste Bündnis unseres Lebens‘. In dem Artikel geht es darum, inwieweit Freundschaften neben dem brüchig gewordenen Familienmodell eine tragfähige Säule bei Not, Krankheit oder Alter darstellen.

Aus meiner Erfahrung als Psychotherapeut weiß ich, dass das Thema Freundschaft bei vielen Männern wenig Beachtung findet. Aus der Lebenslaufforschung ist bekannt, dass Männer wichtige Dinge oder über Probleme nahezu ausschließlich mit ihren Ehefrauen reden. Frauen hingegen tauschen sich oft sogar lieber mit den besten Freundinnen aus. Zusätzlich erlebe ich bei meinen Geschlechtsgenossen, dass sie die Freundschaftspflege oft an ihre Partnerinnen delegieren. Um dann festzustellen, dass sie im Falle einer Trennung plötzlich allein da stehen. Das ist auch eines der Gründe, warum ich Männer als emotional abhängiger von ihren Partnerinnen erlebe als umgekehrt. In dem Blog ‚Tipps für Ihr Wohlbefinden‘ hab ich daher auch die Empfehlung gegeben, freundschaftliche Beziehungen auch unabhängig von der Partnerin zu pflegen.

 

In dem SPIEGEL-Titel werden Studien erwähnt, die die gesundheitsrelevanten Wirkungen von Freundschaften nachgewiesen haben. Rückhalt bei Freunden zu finden, stärkt das Selbstwertgefühl, man fühlt sich zufriedener – selbst eine protektive Wirkung gegen Depressionen wurde herausgefunden. Auch die körperliche Gesundheit profitiert: das Immunsystem wird gestärkt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt. Im Zusammensein mit Freunden wird die Konzentration des Stress-Hormons Cortisol im Blut reduziert zugunsten des Bindungshormons Oxytoxin, welches uns geborgen fühlen lässt. Zudem erleben wir Stress als weniger belastend, wenn wir mit Freunden zusammen sind.

Übrigens konnte man sogar positive Effekte bei Online-Kontakten feststellen. Für Introvertierte war die Anonymität im Internet von Vorteil, um ihre Angst vor Ablehnung zu reduzieren. Im Netz konnten sie eine effektive Kommunikation erst online üben und dann offline umsetzen.

Es gibt also viele gute Gründe, sich aktiv um Freunde zu bemühen. Wann melden Sie sich wieder bei Ihrem besten Kumpel?

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