Kompaktwissen Männergesundheit

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage!

Ab sofort finden Sie an dieser Stelle meinen 'Blog: Kompaktwissen Männergesundheit'. Warum dieser Blog? In beiden Männergesundheitsberichten ist nachzulesen, dass Männer im Vergleich zu Frauen weniger über Gesundheitsthemen wissen. Hier möchte ich Abhilfe schaffen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass erwerbstätige Männer zu 90 % vollzeitbeschäftigt sind und mehr Überstunden leisten als Frauen. Sie erhalten von mir oder anderen Gesundheitsexperten kurz und knackig  fachlich fundierte Beiträge, was Sie für Ihre Gesundheit tun können. Möglichst garniert mit Tipps, die man einfach und schnell umsetzen kann zusammen mit Empfehlungen, wo man weitergehende Informationen erhält.

Sie können sich mit Klar- oder Nickname anmelden kann, so dass Sie bei jedem neuen Beitrag informiert werden. Selbstverständlich können Sie auch die Blogs, die für Sie besonders wertvoll waren, in den sozialen Netzwerken in Umlauf bringen.

Ihr Johannes Vennen

Veröffentlicht von am in Natur und seelische Gesundheit

Besser entscheiden in der Natur

Wer lang leben möchte, sollte schon heute mit einem gesundheitsförderlichen Lebensstil beginnen. Allerdings wissen wir aus psychologischen Studien, dass unser Verhalten in allererster Linie von kurzfristigen Konsequenzen gesteuert wird. Den Genuss von Bier und Zigaretten haben wir sofort, die gesundheitlichen Schädigungen ‚zahlen‘ wir erst später.

Nun haben aber niederländische Forscher eine Umgebung ausgemacht, in der wir leichter zukunftsorientiertere Entscheidungen treffen: nämlich die Natur. In einem Experiment betrachteten die Teilnehmer entweder Natur- oder Großstadtbilder und sollten sich danach entscheiden, ob sie sofort 100 € bekommen wollen oder bereit waren, drei Monate Wartezeit in Kauf zu nehmen, um einen höheren Betrag von bis zu 170 € zu erhalten. Die Naturbild-Teilnehmer brauchten eine geringere Belohnung (125 €), um drei Monate zu warten – im Vergleich zu den Großstadtbetrachtern, die erst ab 138 € von der schnellen Belohnung absahen. In einer weiteren Feldstudie spazierten die Teilnehmer entweder wenige Minuten durch einen Wald oder einer Hochhaussiedlung. Auch hier zeigte sich, dass die Waldgänger eher zukunftsorientiertere Entscheidungen trafen.

Was kann das für Sie jetzt bedeuten? Gehen Sie in einen Wald, Park oder an einen See, wenn Sie etwas für Ihre Zukunft zu entscheiden haben. Vielleicht sollten Sie auch hier die Entscheidungen für Ihre Gesundheit treffen.

Quelle: Psychologie heute 9/2014

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Veröffentlicht von am in Übergang in den Ruhestand

Heute kommt Teil II zum Thema 'Übergang in den Ruhestand' von Volker Karl Lindenberg

Phasen der Veränderung

Wie wir unseren Arbeitsplatz hinterlassen, so werden uns unsere Kollegen und Kolleginnen in Erinnerung behalten. Hat da jemand einfach "den Griffel fallen lassen" und den Bodensatz von (vielleicht) vielen Jahren Arbeit für die Nachfolgenden einfach liegen lassen? Oder sind Schreibtisch, Werkbank oder Festplatte so aufgeräumt, dass die Arbeit weitergehen kann - wenn es denn vorgesehen ist? Dabei geht es auch um die Frage, mit welchem Gefühl möchte ich meinen Arbeitsplatz verlassen.

Der letzte Arbeitstag und der erste Tag im Ruhestand, diese 48 Stunden, sind absolut einmalig in unserem Leben und verdienen es, gefeiert zu werden. Sollten die Firma oder die Kollegen sich nicht rühren, werde selbst aktiv. Bitte deine Familie oder Freunde sich etwas zu überlegen oder starte genau zu dieser Zeit mit deiner Partnerin in den Kurzurlaub. Egal was es auch sein mag, Hauptsache es unterstreicht dieses besondere Ereignis.Danach kommt erstmal Urlaub! Jedenfalls fühlt es sich für die meisten so an. In der sogenannten Urlaubsphase räumen viele auf: Haus, Keller und Garten, alte Akten, Dias, Bilder usw. Von Dritten meist belächelt hat das Aufräumen aber eine tiefen Sinn. Nebenbei wird Rückschau gehalten, die Spreu vom Weizen getrennt und so Platz für Neues geschaffen. Ansonsten ist Urlaub. Allerdings mit der Besonderheit, dass der Alltag trotzdem bewältigt werden will.

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Veröffentlicht von am in Prävention seelische Männergesundheit

In der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe (36/2014) geht es in dem Leitartikel "Gegen die Uhr" um das beschleunigte Leben und - wie es im Untertitel heißt – „der hektischen Suche nach einem entschleunigten Leben“. Darüber ist schon oft geschrieben worden, auch gibt es mittlerweile zahlreiche Bücher zu diesem Thema. Hier einige Fakten aus dem Artikel:

  • die Schrittgeschwindigkeit in den Großstädten hat in den letzten zehn Jahren um 10 % zugenommen.
  • Abitur macht man heute nach acht und nicht mehr nach neun Jahren, den Bachelor-Abschluss gibt es bereits nach vier Jahren Studium.
  • In Folge nimmt die Freizeit ab. Besonders drastisch zeigt sich der Verlust der Eigenzeit bei Familien, die weniger als 3 h täglich miteinander verbringen.
  • Arbeitsverdichtung ist in aller Munde. Von 1991 bis 2006 verbesserte sich die Produktivität je Erwerbstätigenstunde um fast ein Drittel.

Nun könnte man allerdings meinen, dass die gestiegene Produktivität eigentlich Zeit spart, die wir dann mehr zur Verfügung hätten. Paradoxerweise wird in allen Industriegesellschaften aber Zeitnot beklagt. Soziologen erklären dies Phänomen damit, dass mithilfe der optimierten Arbeits- und Alltagsprozesse die Zahl der Handlungsoptionen wächst. Es kann also viel mehr in ein einziges Leben hineingepackt werden. Und das tun wir auch. Aufgrund der Säkularisierung in den westlichen Gesellschaften fehlt die jenseitige Perspektive, so dass das Projekt Lebenserfüllung vor dem Tod erledigt sein muss.

In dem SPIEGEL-Artikel fehlt meiner Meinung nach die Gender-Perspektive. (Viele) Männer lieben Geschwindigkeit und geben – nicht nur beim Autofahren – gerne einmal Gas. Dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn aber das ‚Immer mehr – immer schneller’ zum beherrschenden Lebensmotto wird, wird aus der Liebe zur Geschwindigkeit Speed-Sucht. Um im Autobild zu bleiben: es wird vergessen, dass das Auto auch Bremspedal und Kupplung hat. Und man den Wagen auch stehen lassen kann, um z.B. auszusteigen, langsamer zu gehen. Oder Müßiggänger zu werden? Eine Anregung, die auch im SPIEGEL-Artikel nachzulesen ist.

Müßiggang ist nach Wikipedia „das Aufsuchen von Muße, das entspannte und von Pflichten freie Ausleben, nicht die Erholung von besonderen Stresssituationen oder körperlichen Belastungen. Er geht zum Beispiel mit geistigen Genüssen oder leicht vergnüglichen Tätigkeiten einher, kann jedoch auch das reine Nichtstun bedeuten.“

Ich denke, dass Müßiggang in einer beschleunigten Zeit eine echte Bereicherung darstellt. Ohne dies mit Studien belegen zu können, glaube ich, dass konsequentes und regelmäßiges Müßiggehen depressive Entwicklungen vorbeugen kann. Depressive sind Pflichtmenschen. Müßiggang trainiert das pflichtfreie und leicht vergnügliche Sein – auch Nichtstun ist erlaubt.

Abschließend einige Anregungen, wie Sie den Müßiggang im Alltag üben können.

  • Verbringen Sie ein bis zwei Abende in der Woche medienfrei, d.h. kein Fernsehen, kein Internet, kein Smartphone oder Tablet.
  • Schauen Sie einmal am Tag – gedankenlos – in den Himmel.
  • Machen Sie einmal täglich für 5 bis 10 min: nichts! Wenn Sie ein strukturiertes Nichtstun benötigen: lernen Sie eine Meditationstechnik.
  • Leben Sie im Urlaub oder immer mal wieder am Wochenende für ein bis zwei Tage einfach und planlos in den Tag hinein.
  • Spielen Sie wieder, z.B. mit den Kindern – einfach nur aus Lust und ohne pädagogisches Ansinnen.
Neueste Kommentare - Zeige alle Kommentare
  • Ernst Weidenhöfer sagt #
    Der Begriff Müßiggang war mir nicht mehr geläufig. Was mir spontan dazu einfiel war die Aussage meiner Grossmutter (Jahrgang 1892)
  • Christian Eichler sagt #
    https://www.youtube.com/watch?v=tD1KNRU4icM
  • Christian Eichler sagt #
    Ein stetig wachsendes Problem, welches bereits früh (siehe Filmlink unten) erkannt wurde, jedoch "nie" richtig angegangen wurde. A
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Veröffentlicht von am in Übergang in den Ruhestand

Heute - nach langer Urlaubspause - ein Blog von Volker-Karl Lindenberg. Lindenberg war 12 Jahre Referent im Männerforum der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland. Seit Herbst 2012 ist er in der Freiphase seiner Altersteilzeit und gibt Vorträge und Seminare zum Thema 'Übergang in den Ruhestand'. In den nächsten Wochen werde ich weitere Beiträge von Lindenberg zu diesem Thema veröffentlichen.

Heute geht es um das Thema 'Nachhall der Lebensarbeitszeit'

Wer sich aus der Arbeitswelt verabschiedet, lässt im wahrsten Sinne des Wortes eine ganz eigene Welt hinter sich. Eine Welt, die uns über Jahrzehnte geprägt hat. Um in ihr zurecht zu kommen, haben wir uns aus- und fortbilden lassen, haben Erfahrungen gesammelt, Kompetenzen erworben und unsere ganz persönliche Art entwickelt, Aufgaben anzugehen und Probleme zu lösen. All dies hat sich in unsere Person eingeschrieben, ist zu einem Teil von uns geworden.

Beim Wechsel von der Arbeitswelt in den Ruhestand schalten sich diese Verhaltensmuster aber nicht einfach ab. Bei entsprechenden Auslösern laufen die eingeschliffenen Denk- und Handlungsmuster ganz automatisch ab. Manchmal kann das hilfreich sein, manchmal führt es uns aber auf Abwege. Dann stehen wir irritiert neben uns und müssen uns neu sortieren. Es ist nicht ganz leicht, die Arbeitsklamotten gegen den Freizeitdress zu tauschen, selbst wenn wir die Arbeitswelt gerne verlassen haben.

Der Nachhall der Arbeitswelt lässt sich mit einem großen Schwungrad vergleichen: Es kommt erst langsam zur Ruhe. Und erst dann sind wir im Ruhestand angekommen. Fazit:. Du bist nicht verrückt, wenn in dieser Übergangsphase Irritationen auftreten, nur ver-rückt, herausgerückt aus deiner bisherigen Arbeitswelt. Hab Geduld mit dir und nimm es mit Humor. Es ist eine spannende Zeit der Veränderungen.

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Veröffentlicht von am in Männergesundheit allgemein

Ich hatte ja schon nach dem Portugal-Spektakel über das Thema WM-Fußball und seelische Gesundheit gebloggt. Heute ist Tag 1 nach dem 7 : 1-Sieg gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien. Wer hätte damit gerechnet, dass die Leistung vom Auftaktsieg so deutlich zu steigern ist? Heute geht’s also darum, den Sieg zu genießen und sich für den Moment des Lebens zu freuen.

Mein Mitgefühl gilt aber den Brasilianern. Und damit sind wir schon beim ersten Thema. Der Fernsehreporter Bela Rety erwähne mehrfach, dass für jeden Fußballer Mitleid vom Gegner die Höchststrafe ist. Das Männerbild, das hier transportiert wird, ist natürlich ‚Old-School‘. Nach dem Spiel gab es großartige Gesten des Mitgefühls von unseren Spielern den Brasilianern gegenüber. Das ist nicht ehrenrührig. Großartige und stolze Männer dürfen Mitgefühl zeigen. Und sich auch genauso gerne erlauben, Empfänger von Mitgefühl zu sein. Natürlich bekommt das Bild der aktuellen Spieler Brasiliens deutliche Kratzer. Nur: welcher aktuelle oder historische Held geht und ging kratzerfrei durchs Leben?

Und dann sind ja auch die ‚Weinattacken‘ der brasilianischen Spieler diskutiert worden. In den Kommentaren wurd’s zwar nicht so genannt: aber für mich schwang da immer sowas wie ‚Heulsusen‘ oder ‚zu labil‘ mit. Also wieder ‚Old School‘. Liebe Männer: wenn Ihr emotional deutlich unter Druck steht, ist Weinen eine absolut angemessene Bewältigungsstrategie, um den Druck zu lösen. Als Psychologe hätte ich höchstens mit den Spielern daran gearbeitet, diese Gefühle in der Öffentlichkeit, also im Stadion vor laufenden Kameras, mehr zu kontrollieren. Um genau solche Diskussionen zu vermeiden.

Richtig haarsträubend wurd’s, als sich einzelne Spieler aus Brasilien bei ihrem Volk für die Niederlage entschuldigten. Eh Leute, möchte man sagen. Ihr habt nichts verbrochen! Nur grottenschlecht Fußball gespielt. Aber Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Sicherlich mit dem Potenzial – vorübergehend - Hauptsache zu sein. Wohlwissend dass es auf dieser Welt noch viele, viele andere schöne Neben- und Hauptsachen gibt.

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Veröffentlicht von am in Prävention seelische Männergesundheit

Nachhaltig verändern

Gesundheit hat viel mit Lebensgewohnheiten zu tun. Die sind aber nicht so leicht zu ändern. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: ‚Der Mensch ist ein Gewohnheitstier‘. Mit Hilfe welcher Strategien Sie nachhaltige Veränderungen einleiten können, soll es im folgenden Blog gehen.

Veränderungen brauchen Zeit und kosten Kraft. Nur woher nehmen? Hier stellt sich also die Frage der Motivation. Motivierend kann z.B. eine kraftvolle Vision. Oder weniger prosaisch formuliert: wirksame Ziele. Wirksam oder wirkungsorientiert sind Ziele, wenn sie uns zur Umsetzung motivieren, also die Umsetzung wahrscheinlicher machen. Und da bietet die systemische Beratung oder Verhaltenstherapie Kriterien für wirksame Ziele. Ziele sollten – damit sie ihre Wirkung entfalten –möglichst positiv, konkret und attraktiv formuliert sein. Und die Umsetzung sollte allein in Ihrer Verantwortung stehen, also nicht von Dritten abhängig sein.

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Veröffentlicht von am in Seelische Männergesundheit

Über die Kieler Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt informiert der Diplom-Sozialpädagoge Florian Krampen

Auch Männer sind häufig von sexueller Gewalt betroffen. Unterschiedliche Studien ergeben, dass zwischen 5 und 10 % aller Männer im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von sexueller Gewalt betroffen sind, am häufigsten von sexuellem Missbrauch in der Kindheit. Bis heute ist die Betroffenheit von Männern extrem tabuisiert. Die Erfahrung, Opfer von Gewalt zu sein, widerspricht den gesellschaftlichen Rollenerwartungen an einen Mann. Sowohl die Betroffenen als auch deren Umfeld haben es kaum gelernt, darüber zu sprechen und die Täter und Täterinnen bleiben unbehelligt. Gleichzeitig fördert das Schweigen über die sexuellen Übergriffe die gesellschaftliche Abspaltung des Themas, was auch zur Folge hat, dass es nur sehr wenige spezialisierte Beratungsangebote für betroffene Männer gibt.

Seit Juli 2012 besteht in Kiel die Informations- und Beratungsstelle für männliche Betroffene von sexueller Gewalt. Das landesweite Angebot richtet sich an betroffene Männer ab 16 Jahren, deren Angehörige und an professionelle Unterstützer/innen. Die meisten Klienten wurden als Kind sexuell missbraucht und bekommen in der Beratungsstelle häufig erst nach Jahrzehnten erstmals die Gelegenheit, um im geschützten und vertraulichen Rahmen darüber zu sprechen, was vielfach bereits zur erheblichen Entlastung führt. Weiterführender sind jedoch die angestoßenen neuen Verarbeitungswege, um konstruktive Lösungen und einen veränderten Umgang mit Traumafolgen wie Depressionen, Selbstzweifeln, Angst, Suchtverhalten oder Arbeitslosigkeit zu finden. Dazu bietet die Beratungsstelle eine geschlechtsspezifische psychologische Beratung und unterstützt bei der Suche nach geeigneten Therapieplätzen.

Weitere Informationen unter www.maennerberatung-kiel.de.

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