Kompaktwissen Männergesundheit

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage!

Ab sofort finden Sie an dieser Stelle meinen 'Blog: Kompaktwissen Männergesundheit'. Warum dieser Blog? In beiden Männergesundheitsberichten ist nachzulesen, dass Männer im Vergleich zu Frauen weniger über Gesundheitsthemen wissen. Hier möchte ich Abhilfe schaffen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass erwerbstätige Männer zu 90 % vollzeitbeschäftigt sind und mehr Überstunden leisten als Frauen. Sie erhalten von mir oder anderen Gesundheitsexperten kurz und knackig  fachlich fundierte Beiträge, was Sie für Ihre Gesundheit tun können. Möglichst garniert mit Tipps, die man einfach und schnell umsetzen kann zusammen mit Empfehlungen, wo man weitergehende Informationen erhält.

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Ihr Johannes Vennen

Veröffentlicht von am in Männergesundheit allgemein

Während der Fußball-WM haben einige Trainer ihren Fußballern Sex vor den Spielen verboten. Darüber wurde oft geschmunzelt. Aber wie ist die Befundlage zum Thema Sex und Leistungssport? Tatsächlich gibt es Studien, die nahelegen, dass man etwa 48 Stunden vor einem Wettbewerb auf Sex verzichten sollte. Ansonsten leiden Konzentration, Aggressivität und Sprintschnelligkeit – bei Fußballern zudem die Zweikampfstärke, wenn der Intimverkehr vier Stunden vor dem Spiel stattfand. Dieser Zusammenhang konnte neben Fußball bei Kampfsportdisziplinen, Sprint und Kugelstoßen nachgewiesen werden. Es gibt aber auch Ausnahmen von der Regel: positiv wirkt sich sexuelle Aktivität vor dem Wettkampf bei Konzentrationssportarten wie Bogen- oder Pistolenschießen aus.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit

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Veröffentlicht von am in Übergang in den Ruhestand

Heute kommt der letzte Teil vom 'Übergang in den Ruhestand' von Volker Karl Lindenberg

Geschenkte Zeit
Plötzlich fährt es dir in die Knochen: Ich werde alt und ich werde sterben! Viele Männer berichten von solcher ganzheitlich erfahrenen Gewissheit: Ich bin sterblich! Meist bricht diese Erkenntnis plötzlich und unerwartet ins Bewusstsein, ausgelöst vielleicht durch einen körperlichen Schmerz, einen altbekannten oder einen, der sich das erste Mal meldet. Natürlich wissen wir alle um die Endlichkeit des Lebens, auch unseres Lebens. Es aber urplötzlich in Körper, Geist und Seele als eine unumstößliche Wahrheit zu erfahren, verändert den Blick auf unser Leben oder lädt doch zumindest dazu ein.

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Neueste Kommentare in diesem Beitrag - Zeige alle Kommentare
  • Johannes Vennen sagt #
    Lieber Volker Karl! Für Deinen gehaltvollen Beitrag zum Blog Kompaktwissen Männergesundheit möchte ich mich bedanken. Es ging zwar
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Veröffentlicht von am in Termine und Links

Gestern ist auf der FAZ-Internetseite ein sehr gut recherchierter Artikel zum Thema Mann und (Arbeits-)Stress erschienen. Den Link zu dem Bericht finden Sie hier.

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Veröffentlicht von am in Männergesundheit allgemein

Heute folgt Teil II zu den medizinischen Märchen.

11. Kinder, die Kinderkrankheiten wie Masern durchmachen, haben ein besser geschultes Immunsystem.
Ein gern gehörtes Argument von ‚Impfmuffel‘. Belegen aber lässt sich ein solcher Zusammenhang nicht. Unser Immunsystem kann nicht unterscheiden zwischen einem ‚natürlichen‘ Masernvirus oder ein abgeschwächtes Impfvirus. In beiden Fällen baut er eine Abwehr gegen zukünftige Infektionen auf. Zu unterschätzen ist bei Masern erkrankten Kindern aber nicht die Gefahr einer Lungen- oder Gehirnentzündung (Enzephalitis).
12. Krebsfrüherkennung rettet viele Leben.
Ein heikler Punkt, der aktuell in der Brustkrebs-Früherkennung diskutiert wird. Selbstverständlich gilt das Prinzip, dass ein Krebs umso besser behandelt werden kann, je früher er erkannt wird. Einerseits erkennt die Mammographie zwar einige Tumore. Doch oft ist nicht sicher, ob die Geschwülste gut- oder bösartig sind. Es kommt häufig zu Fehlalarmen (sog. falsch-positiven Befunden), die nicht nur Stress auslösen, sondern sogar schaden können, zum Beispiel im Falle von Biopsien oder wenn sinnlose Operationen durchgeführt werden. Zusätzlich wird der Körper durch die Röntgenstrahlung bei der Mammographie belastet.
13. Rotz in der Nase darf man nicht hochziehen.
Jetzt wird's ein wenig eklig. Durch das Hochziehen wird ein Unterdruck in der Nase erzeugt, der auch den Schleim aus den Nasen Nebenhöhlen befreit. Den darf man dann getrost herunter schlucken: unser Magen wird damit schon fertig.

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Veröffentlicht von am in Übergang in den Ruhestand

Heute kommt der fünfte Teil zum Thema Übergang in den Ruhestand

Die Kunst der Selbstfürsorge "…weil ich es mir wert bin!", lautet ein aktueller Werbespruch für Haarspray. Diese Botschaft prallt an uns Männern locker ab, weil es sich zum einen um ein Produkt für Frauen handelt und zum anderen brauchen die meisten für die wenigen uns verbliebenen Haare kein Styling mehr. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum uns der Spruch so dämlich vorkommen mag: Sich selbst einen Wert zuzuerkennen, ein gesundes Selbstwertgefühl ohne Bezug zu Arbeit, Familie, Freunde etc. zu entwickeln, damit tun sich die meisten Männer schwer.

In der nachberuflichen Lebensphase ist viel Zeit und Raum sich etwas "zu gönnen", sich unabhängig von anderen etwas Gutes zu tun: schon am Vormittag ein Buch lesen, einen langen Sparziergang unternehmen, den lange aufgeschobenen Besuch eines Museums nachholen, Sport treiben, die Ernährung auf Bio umstellen, einfach nur mit einer Tasse Kaffee in der Hand im Garten sitzen, dem Regen zuschauen. Die ganz hohe Schule ist es dann, sich Momente zu gönnen, indem wir einfach nur da sind, ganz im Hier und Jetzt, wach und gelassen (dazu mehr in nächsten Blog).

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Veröffentlicht von am in Männergesundheit allgemein

In der vorletzten ZEIT-Ausgabe wurden die 20 wichtigsten Medizin-Mythen vorgestellt. Die möchte ich Ihnen natürlich auch nicht vorenthalten. Heute beginne ich mit den ersten zehn Märchen.
1. Hände nach jedem Toilettengang desinfizieren.
Ist nicht nötig, weil mit der Desinfektion nicht nur die gefährlichen sondern auch die nützlichen, die Haut schützenden Bakterien abgetötet werden. Außerdem trocknet die Haut zusätzlich aus. Es reicht vollkommen, die Hände mit handelsüblicher Seife zu waschen.
2. Der keimbelastetste Ort ist die Toilette.
Frühstücken sollten sie gewiss nicht auf der Toilette. Aber die Keimbelastung auf der durchschnittlichen Klobrille ist deutlich geringer als die in der Küchenspüle oder auf der Computertastatur. Auch wenn es kaum zu glauben ist: man kann sich ganz beruhigt auf fremde Klobrillen setzen.
3. Man muss mindestens 3 l Wasser am Tag trinken.
Muss man nicht, denn der Körper meldet sich schon, wenn er etwas Flüssiges benötigt, indem er Durst entwickelt. Nur alte Menschen sollten zum Trinken animiert werden, weil ihre Durstempfinden im Alter nachlässt. Diesem Punkt möchte ich widersprechen. Ich würde jedem empfehlen, mithilfe von Trinkritualen 1,5 bis 2 l Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn dann habe im Alter ich ein solches Ritual schon ‚drauf‘.
4. Testosteron macht Männer aggressiv.
Stimmt so nicht. Darauf gehe ich an dieser Stelle nicht ein, weil schon im Testosteron-Blog beschrieben.
5. Lesen bei schwachem Licht schadet den Augen. Stimmt so auch nicht. Das Lesen bei schwachem Licht wird nur anstrengender.


6. Cholesterin ist böse.
Cholesterin wird vom Körper selbst hergestellt. Wir brauchen das Hormon beispielsweise für den Zellaufbau. Wir müssen zwischen dem HDL- und LDL-Cholesterin unterscheiden. Nur zu viel LDL erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings ist dieser Zusammenhang deutlich schwächer als bisher gedacht. So hat z.B. eine familiäre Vorbelastung einen deutlich stärkeren Einfluss auf das Herzinfarktrisiko.
7. Der Körper muss regelmäßig entschlackt werden.
Eine Mär, die gerne in Fasten-Ratgebern und Frauenjournalen wiederholt wird. So etwas wie ‚Schlacken‘ setzen sich nicht im Körper fest. Für eine ausreichende Entgiftung sorgen schon Leber und Niere. Fasten hilft mehr der Seele und auch dem Körper, wenn wir weniger wiegen.
8. Ein Kind sollte möglichst lange gestillt werden.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 4-6 Monate volles Stillen. Längeres Stillen soll angeblich Allergien vorbeugen. Es gibt jedoch erste Studien, die das genaue Gegenteil nahe legen. Wird ein Kind länger als vier Monate mit Muttermilch ausschließlich ernährt, kommt der Magen-Darm-Trakt nicht mit fremden Stoffen in Berührung, so dass das Immunsystem nicht lernt, mit diesen umzugehen. Die Befundlage zum längeren Stillen ist aber noch unklar.
9. Vor dem Sport sollte man sich dehnen.
Aufwärmen ja, dehnen nein. So könnte man die Befunde in der Sportwissenschaft zusammenfassen. Dehn-Übungen reduzieren die Spannungen in Muskeln und damit seine Leistungsfähigkeit.
10. Nächtliche Mahlzeiten machen besonders dick.
Auch hier gibt es keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege. Einer schwedischen Studie zufolge essen übergewichtige Frauen öfter abends und in der Nacht. Allerdings stellt sich hier die Frage der Kausalität: sind die Frauen adipös, weil sie abends essen? Oder essen sie abends, weil sie adipös sind? Das können diese wie auch andere Studien nicht belegen.

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Veröffentlicht von am in Seelische Männergesundheit

Jetzt haben wir schon viel über den Übergang in den Ruhestand erfahren. Vor dem Ruhestand liegt ja die Lebensmitte. Was sich hier bei den Männern tut, darüber berichte ich in loser Reihenfolge.

Bei dem Thema Lebensmitte denkt man sofort an die Midlife-Krise von Männern. Tatsächlich ist in der Fachliteratur durchaus umstritten, ob Männer ab 40 häufiger von Krisen betroffen sind. Meine Erfahrung als Psychotherapeut: Männer entwickeln in allen Lebensphasen Krisen – nicht nur in der Lebensmitte. Wer aber seine bisherigen Lebensübergänge (z.B. Geburt der Kinder, Berufseintritt) gemeistert hat, wird wohl auch mit dem Übergang zur zweiten Halbzeit gut klar kommen.

Umgekehrt gibt es sogar Hinweise, dass die Lebenszufriedenheit ab Mitte 40 zunimmt. Dabei nimmt man an, dass wir mit dem Alter unsere Fähigkeit verbessern, mit Stress umzugehen, also belastende Gefühle zu regulieren. Zudem gelingt es uns ab der Lebensmitte leichter, uns an erfreuliche Ereignisse zu erinnern und unser Gedächtnis weniger mit Unerquicklichem zu belasten. Dieser Effekt wird auch als Positivitätseffekt bezeichnet. Hilfreich ist dabei sicherlich auch, dass wir ab etwa 40 Jahren über einen reicheren ‚Lebensschatz‘ verfügen: wir wissen, wer wir sind und was wir leisten, was wir erwarten dürfen und auch getrost ignorieren können.

Interessant sind aber auch Studien der Lebenslaufforschung, die nachgewiesen haben, dass es eher Männer sind, die an dem „Leere-Nest-Syndrom“ leiden. Also darunter leiden, wenn die Kinder 'flügge' werden und evtl. ausziehen. Viele Männer entdecken erst dann - man könnte auch sagen zu spät -, was sie verpasst haben. Während Mütter eher froh sind, loszulassen und eigene Freiräume zu entdecken. Väter vermissen ihre Kinder – aber den Kontakt zu ihnen aufrecht zu halten, wird an die Partnerin delegiert. Daraus lässt sich meiner Meinung nach nur folgende Anregung ableigen: Entdecken Sie den Stellenwert Ihrer Kinder nicht erst, wenn sie ausgezogen sind und pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Kindern - auch unabhängig von der Partnerin.

Quelle: GEO-Sonderheft 'Lebensmitte'

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