Kompaktwissen Männergesundheit

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage!

Ab sofort finden Sie an dieser Stelle meinen 'Blog: Kompaktwissen Männergesundheit'. Warum dieser Blog? In beiden Männergesundheitsberichten ist nachzulesen, dass Männer im Vergleich zu Frauen weniger über Gesundheitsthemen wissen. Hier möchte ich Abhilfe schaffen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass erwerbstätige Männer zu 90 % vollzeitbeschäftigt sind und mehr Überstunden leisten als Frauen. Sie erhalten von mir oder anderen Gesundheitsexperten kurz und knackig  fachlich fundierte Beiträge, was Sie für Ihre Gesundheit tun können. Möglichst garniert mit Tipps, die man einfach und schnell umsetzen kann zusammen mit Empfehlungen, wo man weitergehende Informationen erhält.

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Ihr Johannes Vennen

Veröffentlicht von am in Männergesundheit allgemein

7 Wochen ohne lautet die jährliche Fastenaktion der evangelischen Kirche. Das diesjährige Motto ist ‚Du bist schön. Sieben Wochen ohne Runtermachen‘. Dabei geht es darum, sich selbst wohlwollender zu betrachten und sich nicht – so die Initiatoren - von der „ästhetischen Perfektion des bunten Warenkosmos“ unter Druck setzen zu lassen.

7 Wochen ohne Runtermachen – das wär ein tolles Motto auch für zahlreiche meiner Patientinnen und Patienten. Zwar sind tendenziell eher Frauen im Vergleich zu uns Männern unzufriedener mit ihrem Äußeren. Allerdings stelle ich fest, dass sich hier die Geschlechter angleichen. Emanzipation heißt manchmal auch, die Unarten vom anderen Geschlecht zu übernehmen. Gerade jüngere Patienten hängen das Thema körperliche Attraktivität mittlerweile genauso hoch wie meine Patientinnen. Schönheit ist dann nicht Kür, sondern Pflicht.

Genau deswegen begrüße ich die Fasten-Aktion. 7 Wochen nicht skeptisch in den Spiegel zu schauen. Sich selbst neu zu entdecken jenseits übertriebener Schönheitsideale. Zu sich sagen zu können ‚Du bist schön – körperlich wie seelisch‘. Das könnten doch ganz wunderbare Wochen werden – auch wenn Sie nicht an Gott oder die Kirche glauben.

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Veröffentlicht von am in Männergesundheit allgemein

Es gibt mittlerweile mehrere Studien, die eine gesundheitsförderliche Wirkung von mäßigem Alkoholkonsum nachgewiesen haben. Die Befunde werden nun in Frage gestellt. Britische Wissenschaftler haben diese Untersuchungen nochmals analysiert und statistische Unzulänglichkeiten festgestellt.  Zum einen sei in den Untersuchungen nicht überprüft worden, ob auch andere Effekte, z.B. eine gesunde Ernährung, den Unterschied zwischen mäßigen Konsumenten und Nicht-Trinkern erklärt. Zum anderen gehörten zur letzten Gruppe abstinente Alkoholiker, deren Gesundheitsstatus durch den früheren hohen Konsum evtl. beeinträchtigt ist. Insofern würde diese Gruppe den Durchschnittswert bei den Nichttrinkern ‚verhageln‘.

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Veröffentlicht von am in Seelische Männergesundheit

Über die männliche Depression hab ich ja schon geschrieben. Ganz allgemein ist von einer Depression auszugehen, wenn man sich länger als zwei Wochen dauerhaft niedergeschlagen erlebt, kaum noch Freude an Aktivitäten empfindet und leicht erschöpfbar ist. Als weitere Symptome können Schuldgefühle, ein beschädigtes Selbstvertrauen, Klagen über Konzentrationsstörungen, aber auch Appetitverlust und Schlafstörungen hinzukommen. Was kann ich nun als Partner tun, wenn ich die beschriebenen Veränderungen beim Betroffenen wahrnehme?

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Veröffentlicht von am in Seelische Männergesundheit

Nach einer Forsa-Studie, die von der Zeitschrift 'Eltern' in Auftrag gegeben wurde, setzen sich viele Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zu sehr unter den Druck, immer alles richtig machen zu wollen. So könne schon die Anschaffung des Kinderwagens zu einem Spießrutenlauf werden. Bis zu 75 % der Befragten gaben an, häufig oder gelegentlich als Eltern nicht zu genügen. Bemerkenswerter Weise sahen das die Kinder anders: bis zu 92 % (!) halten ihre Eltern für die besten der Welt.

Gefragt nach den Gründen für ihren erzieherischen Perfektionismus gaben die Väter und Mütter die hohen Leistungsanforderungen in unserer Gesellschaft an, die sie auf ihre Elternrolle übertragen würden. Dieser selbst gemachte Erziehungsstress spielt auch regelmäßig in meinen Väter-Beratungen einer Rolle. Ich plädiere für eine größere Gelassenheit und auch Fehlertoleranz im Umgang mit den Kindern. Mein bestes Argument: die hohen elterlichen Ansprüche lösen beim Nachwuchs das Bedürfnis aus, diese Ansprüche zu bedienen. Überzeichnet formuliert: perfekte Eltern wollen perfekte Kinder. So zumindest erleben das oft die Kinder. Insofern wird also der Druck an die Söhne und Töchter weitergegeben. Ein entspannteres Vorgehen könnte also auch unsere Kinder anregen, gelassener mit sich und ihrem Leben umzugehen.

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Veröffentlicht von am in Seelische Männergesundheit

Intensive Mediennutzung insbesondere in den Abendstunden kann Schlafstörungen auslösen. Egal ob Tablet, Laptop, Smartphone oder E-Book - der Gebrauch dieser Medien vor dem Schlafengehen führt dazu, dass man später einschläft, die Traumphasen verkürzt werden und man sich morgens insgesamt matter fühlt. Verantwortlich dafür ist das so genannte blaue, kurzwellige Licht dieser Geräte, das die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu 55 % reduzieren würde. Das Licht wirke für den Körper wie ein Alarmsignal, welches die Müdigkeit unterdrücken würde (Quelle: SHZ 13.01.2015).

In meinen Praxen sind es oft junge Patienten, bei denen ich im Falle von Schlafstörungen eine intensive Mediennutzung - gerne Fernseher, Tablet und Smartphone parallel - in den Abendstunden feststelle. Ich empfehle dann, sämtliche Medien eineinhalb Stunden vor dem zu Bett gehen off(line) zu stellen.

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Veröffentlicht von am in Seelische Männergesundheit

Das Titelthema in der ersten SPIEGEL-Ausgabe 2015 war ‚Beste Freunde. Das wichtigste Bündnis unseres Lebens‘. In dem Artikel geht es darum, inwieweit Freundschaften neben dem brüchig gewordenen Familienmodell eine tragfähige Säule bei Not, Krankheit oder Alter darstellen.

Aus meiner Erfahrung als Psychotherapeut weiß ich, dass das Thema Freundschaft bei vielen Männern wenig Beachtung findet. Aus der Lebenslaufforschung ist bekannt, dass Männer wichtige Dinge oder über Probleme nahezu ausschließlich mit ihren Ehefrauen reden. Frauen hingegen tauschen sich oft sogar lieber mit den besten Freundinnen aus. Zusätzlich erlebe ich bei meinen Geschlechtsgenossen, dass sie die Freundschaftspflege oft an ihre Partnerinnen delegieren. Um dann festzustellen, dass sie im Falle einer Trennung plötzlich allein da stehen. Das ist auch eines der Gründe, warum ich Männer als emotional abhängiger von ihren Partnerinnen erlebe als umgekehrt. In dem Blog ‚Tipps für Ihr Wohlbefinden‘ hab ich daher auch die Empfehlung gegeben, freundschaftliche Beziehungen auch unabhängig von der Partnerin zu pflegen.

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Veröffentlicht von am in Prävention Männergesundheit

Pausen machen will gelernt sein. Aber 60 % der Arbeitnehmer – so eine Studie vom Deutschen Gewerkschaftsbund - arbeitet mehr als vertraglich vereinbart und verzichtet sogar auf die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen (ab 6 Stunden Arbeitszeit eine 30 minütige Pause). Allerdings sind die gesetzlichen Pausen nach der Empfehlung von Arbeitswissenschaftlern nur als Minimum zu verstehen. Doch wie sieht deren Empfehlung zum Pausenmanagement aus? Ratsam wäre eine halbstündige Mittagspause, vor- und nachmittags jeweils zusätzlich eine Viertelstunde sowie stündlich eine 5 minütige Pause. Nun könnte manch Arbeitgeber argumentieren, wer so oft die Arbeit unterbricht, wird weniger leisten. Weit gefehlt: die Produktivität von Arbeitnehmern, die diese Pausenregelung einhalten, ist laut Studien nicht geringer als von jenen, die nur eine halbstündige Mittagspause machen.

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